Kunst und Ausstellungen

textile Baumskulpturen

Museum für Angewandte Kunst schmückt sich mit der Aktion „Textile Baumskulpturen“

Die blickstörenden Gerüste rund um das Museum für Angewandte Kunst sind mittlerweile verschwunden. Geblieben ist eine vom Museum in Auftrag gegebene Aktion, die dagegen wirken sollte: „Textile Baumskulpturen – Urbane Zeichen“ des Künstlerpaares Barbara Esse und Wolfgang Horn.

Das Düsseldorfer Duo wickelte verschiedenfarbige Bänder um acht Bäume, die auf dem benachbarten Kolpingplatz und vor dem MAKK stehen. Sie bilden im Dunkel des Laubs bunte Blickpunkte, die die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich ziehen. Natürlich nagel- und schraubenfrei gearbeitet. Und Museumsgründer Johann Heinrich Richartz versendet von der Platane neben seinem Sockel gelbe Lichtstrahlen in die Welt.

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„Time Rift“ – Karlheinz Deutzmann

„Time Rift“: Kunst- und Museumsbibliothek zeigt Collagen von Karlheinz Deutzmann

Wenn Karlheinz Deutzmann einen Kunstkatalog oder eine Plattenhülle sieht, dann wird seine Phantasie geweckt. Er sieht Verbindungen, an denen er seine Mitwelt teilhaben lässt. Knapp 60 solcher künstlerischen Auseinandersetzungen zeigt die Kunst- und Museumsbibliothek jetzt unter dem Titel „Time Rifts“ im Museum Ludwig.

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Hans-Georg Esch

"Hans Georg Esch. Der architektonische Blick: epochal – global“: MAKK feiert den Meister der Architektur-Fotografie

Hans Georg Esch (1964 in Neuwied geboren) gilt als einer der bedeutendsten Architekturfotografen der Gegenwart. Seine Fotos öffnen den Blick auf gewagte Perspektiven. Das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) zeigt jetzt über 100 seiner Arbeiten unter dem Titel „Der architektonische Blick: epochal – global“. Die Größe der Formate ist buchstäblich mitreißend – ebenso die internationale Motiv-Vielfalt. Die Bilderschau beginnt mit dem Foto eines Berliner Baus von Architekt Oswald Mathias Ungers, dem das Museum parallel im Untergeschoss eine Ausstellung widmet.

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Yayoi Kusama

„Yayoi Kusame“: Mit der japanischen Künstlerin landet das Museum Ludwig einen Ausstellungs-Hit

Die Ausstellung „Yayoi Kusame“ ist eine der teuersten Ausstellungen, die das Museum Ludwig je präsentiert hat – und eine der erfolgreichsten. Damit sie zustande kam, trugen zahlreiche Organisationen drei Millionen Euro zusammen. Und das hat sich gelohnt: Gut zwei Monate vor ihrem Ende haben über eine Viertelmillion Menschen die bunte Schau besucht – ein Besucherrekord winkt.

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SimultanProjekte 2026

„WITTERN“: SimultanProjekte 2026 spielen mit dem Raum um die ehemalige Volksschule Volkhoven

Am 30. Mai 2026 wurden die SimultanProjekte 2026 auf dem Gelände der ehemaligen Katholischen Volksschule Köln-Volkhoven eröffnet. Unter dem Titel „WITTERN“ greifen die Künstlerinnen Mira Siering und Nadine Karl Themen von Verfall, Gemeinschaft und der Suche nach neuen sozialen Ritualen auf. Sie treten in einen Dialog mit künstlerischen (Denk-)Räumen und dem Gelände. Während Siering vier Objekte auf dem Schulhof platziert hat, bespielt Karl den Garten.

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zweimal deutschland um 1980

„Zweimal Deutschland um 1980“ – Museum Ludwig zeigt Fotografen aus Ost und West

Rund 70.000 Arbeiten umfasst die Sammlung Fotografie des Museums Ludwig. Sie spiegeln nicht nur die (technische) Entwicklung dieses Mediums über rund zwei Jahrhunderte wider. In thematischen Ausstellungen geben sie auch immer wieder Einblick in bestimmte historische Epochen, zeigen zum Beispiel, wie die Menschen – aus Sicht der Fotografen – gelebt haben. So auch die aktuelle Schau „Zweimal Deutschland um 1980“ mit über 120 Schwarzweiß-Fotos aus der Bundesrepublik und der DDR. Wobei viele Exponate schon in den 1960er und frühen 1970er Jahren entstanden.

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skulpturenpark stammheim 2026

24. „Skulpturenpark Stammheim“ in diesem Jahr auf Sparflamme

Traditionell wird am Pfingstsonntag der „Skulpturenpark Stammheim“ mit neuen Arbeiten eröffnet. So auch in diesem Jahr. Doch die 24. Ausgabe hing lange am seidenen Faden – es fehlte mehr noch als in den Vorjahren an Geld. Doch Dank des großen ehrenamtlichen Einsatzes der Initiative „Kultur Raum Rechts“ ist es auch diesmal wieder gelungen. Wenn auch nur mit 10 neuen Arbeiten.

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suse itzel-matjö

„Rechtsprechungsdatenbank NRW“: Suse Itzels dokumentiert im Kunstraum Matjö sexuellen Missbrauch

Künstlerisch anspruchsvoll, inhaltlich schwer verdaulich: Die Ausstellung „Rechtsprechungsdatenbank NRW“ von Suse Itzel im Kunstraum Matjö hat das Thema sexuelle Gewalt, in Politik und Medien gerade heiß diskutiert. Die Kölner Künstlerin verarbeitet darin auch eigene Erfahrungen.

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arne schmitt: gute form

„Die Gute Form, es gibt sie nicht“: Arne Schmitt hinterfragt in der artothek modernes Design und Architektur

Eigentlich eine Binsenweisheit: Die Gestaltung unserer Wohnung bestimmt unser Lebensgefühl ebenso wie unsere (städtische) Umgebung. Aber wie? Dieser Frage geht Arne Schmitt mit seiner Ausstellung „Die Gute Form, es gibt sie nicht“ in der artothek nach.

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Grund/riss-litfaßsäulen-kunst

„GRUND/RISS“ – Hanne Lange und Juliane Schmidt bringen die Wohnungsnot auf Kölns Litfaßsäulen

Der Wohnungsmarkt in Köln ist extrem angespannt. Das gilt besonders für bezahlbaren Wohnraum. OB Torsten Burmester versprach auf der kürzlichen 1. Mai-Kundgebung jährlich 6.000 neue Wohnungen zu bauen. Experten gehen sogar von einem Bedarf von 7.500 aus. Politisch ein Sprengstoff-Thema – die Dresdner Künstlerinnen Hanne Lange und Juliane Schmidt greifen es mit ihrer Arbeit „GRUND/RISS“ in der aktuellen Folge der „Kunst an Kölner Litfaßsäulen“ auf.

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Louise Stomps

Käthe-Kollwitz-Museum überrascht mit „Louise Stomps – Konturen des Inneren“

Mit der Ausstellung „Louise Stomps – Konturen des Inneren“ präsentiert das Käthe-Kollwitz-Museum eine eigenwillige Einzelgängerin. Eine kompromisslose Künstlerin, die zu Lebzeiten im Kunstgeschäft nur kurz angemessen wahrgenommen wurde. Ein Fehler, wie jetzt die 42 Skulpturen aus Stein, Holz und Bronze sowie 36 Papierarbeiten eindrucksvoll beweisen – nicht zuletzt durch die Gegenüberstellung mit den Arbeiten der Museums-Namensgeberin.

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tilly-ausstellung in heimbach

„Unbequem“ – Kunstakademie Heimbach zeigt Leben und Werk des Düsseldorfer Karnevalswagenbauers Tilly

Man musste nicht nach Brüssel fahren, wo das Europa-Parlament mit einer Ausstellung gerade den Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly ehrte. Auch die Internationale Kunstakademie im Eifelörtchen Heimbach widmet dem Zeitkritiker eine kleine aber feine Ausstellung: „Unbequem – Jacques Tillys Werke. Frech – pointiert – humorvoll“ gibt einen Überblick über Leben und Werk des Künstlers.

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Christiane Baumgartner

„The long Goodbye“ – Galerie Zander zeigt Holzschnitte von Christiane Baumgartner

Die Erfindung des Buchdrucks war in Europa die große Zeit des Holzschnitts. Eine Renaissance erlebte diese künstlerische Ausdrucksform zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Danach geriet er wieder in Vergessenheit – wäre da nicht die Leipzigerin Christiane Baumgartner. Ihre Spezialität: Das Riesenformat. Ihre stimmungsvollen Landschaftsbilder sind jetzt unter dem Titel „The long Goodbye“ in der Galerie Zander zu sehen.

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Dekonstruktion und Montage

„Dekonstruktion und Montage“ – Kunst- und Museumsbibliothek verspricht mehr als Ausstellung hält

Die große Zeit der politischen Collage waren die 1930er Jahre mit John Heartfield. An diese Tradition knüpfen die Künstler an, die jetzt die Kunst- und Museumsbibliothek im Museum Ludwig präsentiert. Das verspricht zumindest die Ankündigung, in der vom „Ausdrucksmittel für gesellschaftliche, politische und persönliche Komplexe“ die Rede ist. Das aber ist deutlich zu viel versprochen, ebenso die Ankündigung von „liebes affären zu köln“. Immerhin: Die gezeigten unterschiedlichen Techniken, Bildersprachen und Materialien geben aber einen Überblick über aktuelle künstlerische Ansätze.

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Lebensräume – Fotoausstellung

„Lebenräume“ – Fotoausstellung in der SK Stiftung Kultur zeigt, wie wir heute in Nordrhein-Westfalen leben

Wie lebt der Mensch, wie gestaltet er seine Umwelt, welche Wünsche hat er? Das war schon immer ein zentrales Thema der Fotografie. Einen ganz aktuellen Blick auf die Antworten zeigt jetzt im Mediapark die Ausstellung „Lebensräume – Zeitgenössische Perspektiven aus NRW“ der SK Stiftung Kultur. Zu sehen sind knapp 200 Arbeiten von 14 Fotografinnen und Fotografen, die mit ihrer Kamera den Lebensraum Nordrhein-Westfalen festgehalten haben.

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fight or flight

„Fight or Flight“ – Ausstellung in der artothek hinterfragt gesellschaftliche Körperideale

Rekonstruktion einer Reha-Sport-Maßnahme? Ein Kinderspielplatz? Blick in eine Physiotherapie-Zelle? Oder auf eine Zirkusarena, wo Akrobaten auf ihren Auftritt warten? Die aktuelle Ausstellung „Fight or Flight“ („Kampf oder Flucht“) von Clara Lena Langenbach in der artothek weckt auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Assoziationen.

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Ivy Touch – litfaßsäule

„Ivy Touch“ – Kunst auf Litfaßsäulen macht häusliche Gewalt zum Thema

Litfaßsäulen wurden erfunden, um gezielt für bestimmte Produkte oder Ereígnisse zu werben. Diese ursprüngliche Funktion greift die aktuelle Kunstsäulen-Aktion „Ivy Touch“ von Freya Hattenberger intensiver und konkreter auf, als es sonst gemeinhin der Fall ist. Sie will auf häusliche Gewalt aufmerksam machen und weist dazu gleich auf eine Hilfsadresse für davon Betroffene hin.

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Über Wasser _ Ausstellung

„Über Wasser“ – neue Bilder von Franz Baumgartner verzaubern im Matjö

„Über Wasser“ heißt die neue Ausstellung im Matjö, dem Ausstellungsraum des Berufsverbandes Bildender Künstler BBK. Zu sehen sind Arbeiten des Kölner Malers Franz Baumgartner, Spezialist für Landschaft und Natur.

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Collecting Memories from Turtle Island

„Collecting Memories from Turtle Island“: Museum Ludwig zeigt indigene Kunst aus Nordamerika

Das Kölner Museum Ludwig rühmt sich der weltweit wohl größten Sammlung US-Kunst nach 1945. Und sehen lassen kann sich auch die Sammlung von gut 70.000 Photographien. Und doch weisen beides Lücken auf, wie Hausherr Yilmaz Dziewior jetzt einräumte. Danach fehlen zum einen indigene Künstler und ihre Arbeiten, zum anderen ein Kapitel kommerzieller Fotogeschichte, das die Verdrängung der indigenen Völker aus der öffentlichen Wahrnehmung dokumentiert. Wie beide Lücken geschlossen wurden, zeigt jetzt die Ausstellung „Collecting Memories from Turtle Island“ – als 11. Kapitel der 2016 gestarteten Reihe „Hier und Jetzt“.

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Amazonia

„Amazonia“: Fotos von Sebastiao Salgado faszinieren im Rautenstrauch-Joest-Museum

Das Amazonasbecken ist mit fast 7 Millionen Quadratkilometern – jetzt kein Größenvergleich mit dem Saarland oder einem Fußballfeld – das größte Regenwaldgebiet der Erde. Heimat für viele heute bedrohte Pflanzen- und Tierarten. Und sein Bestand ist durch Brandrodungen für die Landwirtschaft Brasiliens gefährdet – geht er verloren, ist der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten. Für den brasilianischen Fotograf Sebastiao Salgado (1944-2025) war sein Erhalt Lebensthema. Die (Wander-)Ausstellung „Amazonia“ ist mit ihren atemberaubend mitreißenden Fotos sein Testament, seine letzte Verfügung, ein Appell an die gesamte Welt für Klimaschutz.

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Missionssammlungen ausgepackt

„Missionssammlungen ausgepackt“ – Rautenstrauch-Joest-Museum packt ein vernachlässigtes Geschichtskapitel an

Katholische und evangelische Missionare zogen von Deutschland – auch von Köln – aus, um die Menschen in Asien, Afrika und Südamerika zum Christentum zu bekehren. Dort sammelten sie religiöse Objekte, die dann nach Deutschland kamen. Ausgestellt wurden sie zum Beispiel in den Missionsmuseen in Verl und der Steyler Missionare in St. Augustin – doch diese Werber für die Missionsarbeit wurden vor Jahren geschlossen. Ihre Sammlungen, zusammen gut 30.000 Objekte, kamen ins Bochumer Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der Ruhruniversität Bochum. Eine Auswahl zeigt jetzt das Rautenstrauch-Joest-Museum unter dem Titel „Missionssammlungen ausgepackt“, erweitert um 200 Exponate aus der hauseigenen Sammlung.

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Cecile Lempert Down below

Cécile Lempert lockt mit „Down below“ und Riesenwalen in die artothek

Mit drei Metern Höhe sind die Bilder von Cécile Lempert alles andere als unbestimmt oder unklar – doch das Zerbrechliche, Unbestimmte, Gefährdete ist das zentrale Thema ihrer Ausstellung „Down below“ in der artothek.

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Smile! Wie das Lächeln in die Fotografie kam

Smile! Wie das Lächeln in die Fotografie kam

Ernst blicken die Kinder in die Kamera: Ihre Einschulung wird zur Erinnerung festgehalten. Das war 1923. Ganz anders 40 Jahre später. Jetzt sind die Kinder fröhlich, lachen und strahlen den Fotografen an. Zwei Fotos, mit denen die Ausstellung „Smile“ im Museum Ludwig exemplarisch die Frage im Untertitel beantwortet: „Wie das Lächeln in die Fotografie kam“.

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To become a snake

„To Become a Snake“: Ausstellung im Matjö lädt ein, zur Schlange zu werden

Im Christentum ist die Schlange ein negatives Symbol, hat sie doch Eva zur Wissbegierigkeit verführt. In anderen Religionen steht sie für Fruchtbarkeit und Wiedergeburt, häutet sie sich doch regelmäßig und kann als einziges Lebewesen bis zu ihrem Tod wachsen. Letzteres greift Camilo Sandoval in seiner Ausstellung „To Become a Snake“ im Matjö auf.

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Frauenbewegung in Köln

„Wegbereiterinnen des Wandels – Die Erste Frauenbewegung in Köln“: Ausstellung im Stadtarchiv blickt zurück

Der Mann sorgt fürs Geld, die Frau kümmert sich um Haushalt und Kindererziehung – und tut im Übrigen, was ihr Ehemann sagt. So sieht das aktuelle Rollenbild von Mann und Frau in rechtsorientierten politischen Kreisen aus. Da zeichnet die Ausstellung „Wegbereiterinnen des Wandels – Die Erste Frauenbewegung in Köln“ im Stadtarchiv ein notwendiges Gegenbild: Der Blick auf mehr als ein Jahrhundert, in dem von Köln wichtige Impulse für die Gleichstellung der Frau ausgingen. Erst mit Alice Schwarzer und ihren Frauenmedienturm konnte die Stadt vor gut 30 Jahren an diese Tradition anknüpfen.

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Margarita Neiteler

Wiederentdeckt: Fotos des kriegszerstörten Kölner Doms von Margarita Neiteler in der Michael-Horbach-Stiftung

Der Kölner Dom hat den Zweiten Weltkrieg heil überstanden, weil er von den Alliierten Bomberpiloten als Landmarke gebraucht wurde und deshalb nicht bombardiert wurde. So eine schöne – typisch kölsche – Legende. Wie sehr auch die Kathedrale gelitten hat, zeigt jetzt die Foto-Ausstellung „Finding Margarita Neiteler. Die fotografierende Nonne“ in der Michael-Horbach-Stiftung. Sie bietet gleich zwei wunderbare Entdeckungen.

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Expedition Zeichnung

„Expedition Zeichnung“: Wallraf-Richartz-Museum entdeckt Geheimnisse niederländischer Künstler

Die Aufgabe eines Kunst-Museums ist nicht nur, Kunstwerke zu sammeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es sollte auch die Hintergründe und Zusammenhänge der gesammelten Objekte wissenschaftlich erforschen und diese vorlegen. So hat sich das Wallraf-Richartz-Museum jetzt die in seinem Besitz befindlichen Zeichnungen niederländischer Künstler vorgenommen. Die zum Teil überraschenden Ergebnisse und neuen Zuschreibungen sind jetzt in der Ausstellung „Expedition Zeichnung –niederländische Meister unter der Lupe“ zu sehen.

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Schmuck von Künstlerinnen

Museum für Angewandte Kunst zeigt „Von Louise Bourgeios bis Yoko Ono – Schmuck von Künstlerinnen“

Noch bis Ende dieses Jahres zeigt das Museum für Angewandte Kunst die Ausstellung „Faszination Schmuck“ – ein Überblick über die Funktion und die verschiedenen Aspekte des Schmucks im Laufe der Menschheitsgeschichte. Ein kleiner Publikumsrenner – doch mit einem Fehler behaftet, so das Team um Hausherrin Petra Hesse und Schmuckexpertin Lena Hoppe: „Zu männerlastig“. Darum gibt es jetzt eine Ergänzung: „Von Louise Bourgeois bis Yoko Ono – Schmuck von Künstlerinnen“ mit dem Blick auf die vielen eigenwilligen avantgardistischen Kreationen aus den letzten 100 Jahren.

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Käthe Kollwitz

Käthe-Kollwitz-Museum nach Generalsanierung wiedereröffnet

Knapp drei Jahre dauerte es, das Käthe-Kollwitz-Museum einer Grundsanierung zu unterziehen – für Köln eine Rekordzeit – „nur etwas länger als geplant“, so Kreissparkassen-Vorstands-Vorsitzender Alexander Wüerst. Rund vier Millionen Euro kostete sie. Jetzt wurde das Museum im 4. Stock der Kreissparkasse-Köln-Zentrale wiedereröffnet, passend zum 80. Todestag der Künstlerin und zum 40-jährigen Bestehen des Hauses. Unter dem Titel „Kollwitz neu sehen“ warten auf die Besucher rund 150 Druckgrafiken, Zeichnungen, Plastiken und Gemälde, ausgesucht aus der über 1000 Werke umfassenden Sammlung – die weltweit größte.

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Die Verleugneten

„Die Verleugneten“ – NS-Dokumentationszentrum erinnert an vergessene Opfer des Nationalsozialismus

Die menschenverachtende Politik der Nationalsozialisten hat Auswirkungen noch bis heute. Wer damals als „asozial“ oder „Berufsverbrecher“ verfolgt wurde, trug diesen Stempel noch nach Jahrzehnten auch in der Bundesrepublik. Erst seit etwa 2020 begann die Aufarbeitung dieser Diskriminierung. Ein Ergebnis ist die beeindruckende Wanderausstellung „Die Verleugneten“, die jetzt im Kölner NS-Dokumentationszentrum ihre 2. Station hat.

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Foto JS