Rheimerlei

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Rheimerlei, die 20. KW: Das ist nicht zum Lachen

Ihr Poetologischen,

ab jetzt ist also mein Thema die Liebe, und damit fangen die Probleme an. Beutet die Versprachlichung unserer Triebe die Liebe aus, oder unterwirft die Liebe die Dichtkunst und ihr Recht auf Autonomie.
Wenn sich dann noch die Verse an feste Formen halten, an die des Sonetts zum Beispiel, kann’s zum Eklat kommen.

Lest es nach
Euer Michael

19.5., Heimathirsch, „poetry trifft Poesie“: https://michaanbei.el-domas.de/termine

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Rheimerlei, die 19 KW.:Frühling

Ihr Frühlingstrunkenen,

jetzt ist es also soweit: meine Liebesgedichte.

Nun ist das Verhältnis zwischen der Liebe und der Dichtkunst gar nicht so unkompliziert, nicht einmal für einen Epikureer, obwohl oder grade weil die Liebe ein so häufiges Thema der Lyrik ist. Dazu aber beim nächsten Mal mehr. Weil sich jetzt auch noch der Frühling aufdrängt – auch so ein Favorit – soll’s vor aller Bedenkenhuberei heute in die Vollen gehen.

Euer Michael

Und kommt am 19.5. in den Heimathirsch zu meinem „poetry trifft Poesie“: (https://michael-domas.de/termine)

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Rheimerlei, die 18 KW.: Ich bin ene Epikureer !

Ihr Rheimländer und -innen und *,

nun wird deutlich, wehalb ich in der nächsten Woche mit Lust-und-Liebe-Gedichten fortfahre, „wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust, wir glauben an den lieben Gott und han auch immer Durst“ (Höhner“). kurzum, sind Epikureer.
Diesmal muss ich nicht nur aus dem Kölschen, sondern auch aus dem Griechischen übersetzen, von dem die Römer sinnfällig und mächtig abgekupfert haben.
Viva Colonia!
Euer Michael
Und kommt am Di., 19.5., in den Heimathirschen: https://michael-domas.de/termine

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Rheimerlei, die 17.: Kumm bei mich bei

Ihr Frühlingsfühlenden,

wir nähern uns den Liebesgedichten, mit denen ich ab der 19. KW meine Reihe fortsetzen werde. Obwohl, hier geht es eher um Ökonomie als um Gefühle.
Sellerie, sagt die Gemüsefrau, so ist das Leben. Am Golde hängt, sagt Goethe, zum Golde drängt doch alles, ach wir Armen.

Euer Michael

Am 19.5. wird es im Heimathirsch wieder um den Dialog zwischen spoken und written word, zwischen slam poetry und Lyrik gehen: poetry trifft Poesie.

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rheimerlei 16

Rheimerlei, die 16.: Dä kölsche Verbundbreef

Ihr Freien,

frei nämlich fühlten sich die Kölner (ungegendert!) in ihrer bürgerlichen Geschichte. Die Höhner haben es uns in ihrem Lied „Met Breef un Siejel“ ausgemalt:
Alle för einer un einer för all
zesamme stark, op jeden Fall.
Met Breef un Siejel, Hätz un Verstand
offen un ihrlich, Hand in Hand
Met einem Schwur zesammeston
nur et Beste för Kölle un de Minsche dun.
Hei je, hei jo, hei je heijo

Hei je und na ja!

Euer Michael

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Rheimerlei, die 15.: Jan un Griet

Ihr Milden,

zum Osterfeste wähle ich dann mal was halbwegs Romantisches: Jan un Griet.

Obwohl, so romantisch ist das nicht, jedenfalls nicht für et Griet, und das berühmte Gedicht von Carl Cramer endet geradezu hämisch: „Ehr Mädcher all, o merkt üch dat, / Un sitt mer nit zo friet“. Ebenso BAP: „Wer’t hätt jedonn“, saht’e zo ihr / „Wer’t hätt jewoss?“, kohm leis retour / Hoff, dat ihr Fraulück, / He uss dämm Leed ir’ndjet jeliehrt“. Ich habe versucht, dem eine andere Note zu geben.

Googelt ein bisschen was zu Köln im 30jährigen Krieg und zum „Historischen Spiel von Jan un Griet“.

Möge Euer Osterfest nicht fried („abgehärtet, unempfindlich, widerstandsfähig, zäh, robust“, Online-Wörterbuch der Akademie för uns kölsche Sproch), also nicht spröde verlaufen, sondern saftig.

Und froh!

Michael

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rheinerlei 14

Jroß Zint Määtes

Ihr Frommen,

was wären wir ohne unsere romanischen Kirchen. Eine will ich herausgreifen: Jroß Zint Määtes

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Rheimerlei, die 13.

Ihr Brückennutzer
(soweit das geht),

Dass Chlodwig (5.-6. Jh) ein schlimmer Finger war, hab ich beschrieben, aber nicht einmal die Franken haben die römische Rheinbrücke (4. Jh) zerstört, sondern erst Erzbischof Bruno (10. Jh). Dann kamen die Preußen und Konrad Adenauer.

Lest selbst – Euer Michael

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rheimerlei 12

Rheimerlei, die12.

Ihr Nutznießer,

letzte Woche hat Chlodwig sein Reich in den Katholizismus gekippt. Durch Raubkunst wird Köln 1164 heilig.

Mer möt sich och jet jönné künne!

Euer Michael

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rheimerlei 11

Rheimerlei, die 11.

Ihr Frankenfolger,

letzte Woche habe ich etwas aus der Blütezeit des Römischen Reiches erzählt, von Agrippina. Heute ist der dran, der dessen Reste entsorgt hat: Chlodwig!

Gruselt Euch!

Euer Michael

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rheimerlei 10

Ein Hoch auf Agrippina

Ihr Kölschen,

die Dichter bewegen vor allem zwei Themen, die Liebe und Gedichte. Dazu wird es auch noch genügend viele geben.

In der 10. Woche will ich, dem genius loci von Luurensrhein entsprechend, einiges über unsere Vater-/Mutterstadt verlauten lassen.  Dazu ein Rückblick auf Agrippina, die der Colonia Claudia Ara Agrippinensis um 50 nach Christus zu ihrem Namen verhalf.

Euer Michael Domas

 

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rheimerlei 9

Das Gedicht zur Kalenderwoche 9

Michael Domas ist vor allem bekannt als Gastgeber von „poetry trifft Poesie“. Er glaubt, dass es lange Zeit wird, dass Slampoetry und Lyrik, dass spoken und written word sich begegnen. Dazu lädt er SlammerInnen in den Heimathirsch in Nippes ein, auf deren Texte er mit klassischen, modernen und eigenen Gedichten und Texten antwortet.

Von Luurensrhein eingeladen wird er wöchentlich eines seiner Gedichte einstellen wie sie zum Beispiel in seinem Buch „Herzmarinade“ gesammelt sind.

Dem Anlass entsprechend ist es heute ein Gedicht zur Erinnerung an den Karneval

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