Rheimerlei, die 15.: Jan un Griet
Ihr Milden,
zum Osterfeste wähle ich dann mal was halbwegs Romantisches: Jan un Griet.
Obwohl, so romantisch ist das nicht, jedenfalls nicht für et Griet, und das berühmte Gedicht von Carl Cramer endet geradezu hämisch: „Ehr Mädcher all, o merkt üch dat, / Un sitt mer nit zo friet“. Ebenso BAP: „Wer’t hätt jedonn“, saht’e zo ihr / „Wer’t hätt jewoss?“, kohm leis retour / Hoff, dat ihr Fraulück, / He uss dämm Leed ir’ndjet jeliehrt“. Ich habe versucht, dem eine andere Note zu geben.
Googelt ein bisschen was zu Köln im 30jährigen Krieg und zum „Historischen Spiel von Jan un Griet“.
Möge Euer Osterfest nicht fried („abgehärtet, unempfindlich, widerstandsfähig, zäh, robust“, Online-Wörterbuch der Akademie för uns kölsche Sproch), also nicht spröde verlaufen, sondern saftig.
Und froh!
Michael
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