Kunst und Ausstellungen

Collecting Memories from Turtle Island

„Collecting Memories from Turtle Island“: Museum Ludwig zeigt indigene Kunst aus Nordamerika

Das Kölner Museum Ludwig rühmt sich der weltweit wohl größten Sammlung US-Kunst nach 1945. Und sehen lassen kann sich auch die Sammlung von gut 70.000 Photographien. Und doch weisen beides Lücken auf, wie Hausherr Yilmaz Dziewior jetzt einräumte. Danach fehlen zum einen indigene Künstler und ihre Arbeiten, zum anderen ein Kapitel kommerzieller Fotogeschichte, das die Verdrängung der indigenen Völker aus der öffentlichen Wahrnehmung dokumentiert. Wie beide Lücken geschlossen wurden, zeigt jetzt die Ausstellung „Collecting Memories from Turtle Island“ – als 11. Kapitel der 2016 gestarteten Reihe „Hier und Jetzt“.

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Amazonia

„Amazonia“: Fotos von Sebastiao Salgado faszinieren im Rautenstrauch-Joest-Museum

Das Amazonasbecken ist mit fast 7 Millionen Quadratkilometern – jetzt kein Größenvergleich mit dem Saarland oder einem Fußballfeld – das größte Regenwaldgebiet der Erde. Heimat für viele heute bedrohte Pflanzen- und Tierarten. Und sein Bestand ist durch Brandrodungen für die Landwirtschaft Brasiliens gefährdet – geht er verloren, ist der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten. Für den brasilianischen Fotograf Sebastiao Salgado (1944-2025) war sein Erhalt Lebensthema. Die (Wander-)Ausstellung „Amazonia“ ist mit ihren atemberaubend mitreißenden Fotos sein Testament, seine letzte Verfügung, ein Appell an die gesamte Welt für Klimaschutz.

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Missionssammlungen ausgepackt

„Missionssammlungen ausgepackt“ – Rautenstrauch-Joest-Museum packt ein vernachlässigtes Geschichtskapitel an

Katholische und evangelische Missionare zogen von Deutschland – auch von Köln – aus, um die Menschen in Asien, Afrika und Südamerika zum Christentum zu bekehren. Dort sammelten sie religiöse Objekte, die dann nach Deutschland kamen. Ausgestellt wurden sie zum Beispiel in den Missionsmuseen in Verl und der Steyler Missionare in St. Augustin – doch diese Werber für die Missionsarbeit wurden vor Jahren geschlossen. Ihre Sammlungen, zusammen gut 30.000 Objekte, kamen ins Bochumer Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der Ruhruniversität Bochum. Eine Auswahl zeigt jetzt das Rautenstrauch-Joest-Museum unter dem Titel „Missionssammlungen ausgepackt“, erweitert um 200 Exponate aus der hauseigenen Sammlung.

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Cecile Lempert Down below

Cécile Lempert lockt mit „Down below“ und Riesenwalen in die artothek

Mit drei Metern Höhe sind die Bilder von Cécile Lempert alles andere als unbestimmt oder unklar – doch das Zerbrechliche, Unbestimmte, Gefährdete ist das zentrale Thema ihrer Ausstellung „Down below“ in der artothek.

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Smile! Wie das Lächeln in die Fotografie kam

Smile! Wie das Lächeln in die Fotografie kam

Ernst blicken die Kinder in die Kamera: Ihre Einschulung wird zur Erinnerung festgehalten. Das war 1923. Ganz anders 40 Jahre später. Jetzt sind die Kinder fröhlich, lachen und strahlen den Fotografen an. Zwei Fotos, mit denen die Ausstellung „Smile“ im Museum Ludwig exemplarisch die Frage im Untertitel beantwortet: „Wie das Lächeln in die Fotografie kam“.

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To become a snake

„To Become a Snake“: Ausstellung im Matjö lädt ein, zur Schlange zu werden

Im Christentum ist die Schlange ein negatives Symbol, hat sie doch Eva zur Wissbegierigkeit verführt. In anderen Religionen steht sie für Fruchtbarkeit und Wiedergeburt, häutet sie sich doch regelmäßig und kann als einziges Lebewesen bis zu ihrem Tod wachsen. Letzteres greift Camilo Sandoval in seiner Ausstellung „To Become a Snake“ im Matjö auf.

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Frauenbewegung in Köln

„Wegbereiterinnen des Wandels – Die Erste Frauenbewegung in Köln“: Ausstellung im Stadtarchiv blickt zurück

Der Mann sorgt fürs Geld, die Frau kümmert sich um Haushalt und Kindererziehung – und tut im Übrigen, was ihr Ehemann sagt. So sieht das aktuelle Rollenbild von Mann und Frau in rechtsorientierten politischen Kreisen aus. Da zeichnet die Ausstellung „Wegbereiterinnen des Wandels – Die Erste Frauenbewegung in Köln“ im Stadtarchiv ein notwendiges Gegenbild: Der Blick auf mehr als ein Jahrhundert, in dem von Köln wichtige Impulse für die Gleichstellung der Frau ausgingen. Erst mit Alice Schwarzer und ihren Frauenmedienturm konnte die Stadt vor gut 30 Jahren an diese Tradition anknüpfen.

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Margarita Neiteler

Wiederentdeckt: Fotos des kriegszerstörten Kölner Doms von Margarita Neiteler in der Michael-Horbach-Stiftung

Der Kölner Dom hat den Zweiten Weltkrieg heil überstanden, weil er von den Alliierten Bomberpiloten als Landmarke gebraucht wurde und deshalb nicht bombardiert wurde. So eine schöne – typisch kölsche – Legende. Wie sehr auch die Kathedrale gelitten hat, zeigt jetzt die Foto-Ausstellung „Finding Margarita Neiteler. Die fotografierende Nonne“ in der Michael-Horbach-Stiftung. Sie bietet gleich zwei wunderbare Entdeckungen.

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Expedition Zeichnung

„Expedition Zeichnung“: Wallraf-Richartz-Museum entdeckt Geheimnisse niederländischer Künstler

Die Aufgabe eines Kunst-Museums ist nicht nur, Kunstwerke zu sammeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es sollte auch die Hintergründe und Zusammenhänge der gesammelten Objekte wissenschaftlich erforschen und diese vorlegen. So hat sich das Wallraf-Richartz-Museum jetzt die in seinem Besitz befindlichen Zeichnungen niederländischer Künstler vorgenommen. Die zum Teil überraschenden Ergebnisse und neuen Zuschreibungen sind jetzt in der Ausstellung „Expedition Zeichnung –niederländische Meister unter der Lupe“ zu sehen.

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Schmuck von Künstlerinnen

Museum für Angewandte Kunst zeigt „Von Louise Bourgeios bis Yoko Ono – Schmuck von Künstlerinnen“

Noch bis Ende dieses Jahres zeigt das Museum für Angewandte Kunst die Ausstellung „Faszination Schmuck“ – ein Überblick über die Funktion und die verschiedenen Aspekte des Schmucks im Laufe der Menschheitsgeschichte. Ein kleiner Publikumsrenner – doch mit einem Fehler behaftet, so das Team um Hausherrin Petra Hesse und Schmuckexpertin Lena Hoppe: „Zu männerlastig“. Darum gibt es jetzt eine Ergänzung: „Von Louise Bourgeois bis Yoko Ono – Schmuck von Künstlerinnen“ mit dem Blick auf die vielen eigenwilligen avantgardistischen Kreationen aus den letzten 100 Jahren.

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Käthe Kollwitz

Käthe-Kollwitz-Museum nach Generalsanierung wiedereröffnet

Knapp drei Jahre dauerte es, das Käthe-Kollwitz-Museum einer Grundsanierung zu unterziehen – für Köln eine Rekordzeit – „nur etwas länger als geplant“, so Kreissparkassen-Vorstands-Vorsitzender Alexander Wüerst. Rund vier Millionen Euro kostete sie. Jetzt wurde das Museum im 4. Stock der Kreissparkasse-Köln-Zentrale wiedereröffnet, passend zum 80. Todestag der Künstlerin und zum 40-jährigen Bestehen des Hauses. Unter dem Titel „Kollwitz neu sehen“ warten auf die Besucher rund 150 Druckgrafiken, Zeichnungen, Plastiken und Gemälde, ausgesucht aus der über 1000 Werke umfassenden Sammlung – die weltweit größte.

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Die Verleugneten

„Die Verleugneten“ – NS-Dokumentationszentrum erinnert an vergessene Opfer des Nationalsozialismus

Die menschenverachtende Politik der Nationalsozialisten hat Auswirkungen noch bis heute. Wer damals als „asozial“ oder „Berufsverbrecher“ verfolgt wurde, trug diesen Stempel noch nach Jahrzehnten auch in der Bundesrepublik. Erst seit etwa 2020 begann die Aufarbeitung dieser Diskriminierung. Ein Ergebnis ist die beeindruckende Wanderausstellung „Die Verleugneten“, die jetzt im Kölner NS-Dokumentationszentrum ihre 2. Station hat.

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Foto JS