Rheimerlei, die 22. KW: Wunschkonzert
Wunschkonzert
Du warst so lieb, lass dich belohnen
mit zwei, drei kleinen Sensationen.
Sag an, willst du gern endlos kuscheln
und dann Diminutive tuscheln?
Und soll ich gleich dich so bestreicheln,
dass Gesten reich wie Worte schmeicheln?
Wir würden züchtig uns mit Blicken
ineinander weich verstricken,
unsre Körper sacht erquicken
uns was picken, lachend zwicken,
mit Bedacht uns, ach, beglücken?
Hast du’s gern wie vom Missionare?
Was treiben sonst denn so die Paare?
Ah seitwärts, tja, a tergo!
Ich bin nicht faul, mein Vöglein, ergo
Mach ich auch willi Soixante Neufe,
denn gern ich mich an dir besöffe.
Ich hab hier auch mit rosa Plüsche
Paar Handschellen! Sensibel drüsche
ich auf dich ein mit meinem Schmeichel-
doch neunschwänzigen Lederpeitschel
und klatschte dir den Allerwerten
und froh betatschten Unversehrten,
wenn so wir deinen Spaß vermehrten.
Nun sprich, wie ich’s hierinnen find!
Ein gutes Kind? Ein schlimmes Kind?