Jana Euler: Neue Bilder für das Treppenhaus im Museum Ludwig

Die aktuelle Ausgabe der „Schultze Projects“: Drei Bilder von Jana Euler im Museum Ludwig
Seit 2017 schmückt im Museum Ludwig in unregelmäßigem Wechsel ein Kunstwerk im Rahmen der „Schultze Projects“ die Stirnwand im Treppenaufgang des Foyers. In der 5. Folge ist es eine Arbeit t von Jana Euler – und nach der Premiere mit Wade Guytons Fünfteiler erstmals wieder kein Einzelwerk, sondern ein „Triptychon“.
Die ausgesuchten drei Öl- und Acrylbilder thematisieren die Wahrnehmung von Kunst in einem Museum. Eine Betrachtung, die sich je nach Blickwinkel verändert – erst recht an diesem Ort: die Sicht von unten, die Sicht vom Geländer im oberen Stock und nicht zuletzt die unterschiedlichen Perspektiven beim Begehen der Treppe.

Jana Eulers Ölbild „One on One“
Links springt ein Collie den Besucher aus den Wolken kommend an. Seine langen weißen Haare fliegen im Wind. „One on One“ ist ein fast realistisches Abbild – ganz anderes als die beiden von Brauntönen geprägten Nachbarbilder.
Auf dem mittleren „Nude stairs staring back“ greift Jana Euler zum einen das Muster des Museums-Fliesenbodens auf. Acht Augenpaare starren den Betrachter vom Bildrand an, die dazu gehörenden Körper – zusammengesetzt aus Treppen – überlagern sich in der Bildmitte. In dem Liniengewirr verstecken sich Nasen, Münder und andere Körperteile.

Hängt in der Mitte: „Nude stairs staring back“
Ganz rechts dann „Reclining Nude“: Auf den ersten Blick eine Ansammlung von Rechtecken, jedes gefüllt mit Strudel aus hell-dunklen Kreislinien – ähnlich der Struktur des Holzfußbodens des Museums. In der oberen linken Ecke dann eine Hand und gegenüber ein angedeuteter Fuß – und so lassen sich einzelne Kreise als Auge, Brüste oder Geschlechtsteil lesen.

Acrylfarbe auf Leinwand gesprüht ergibt „Reclining Nude“
Mit diesen beiden Bildern „zitiert“ die 44-jährige Künstlerin auf ganz eigene Art zwei Bilder aus der Museums-Sammlung: Gerhard Richters „Akt auf einer Treppe“ und Henry Moores „Liegende“. Mit den Treppenhausbildern ehrt das Museum das Künstlerpaar Bernhard Schultze und Ursula (Schultze-Blohm), dessen Teilnachlässe das Museum Ludwig verwaltet.
Museum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln, Tel. 0221 / 221 261 65, www.museum-ludwig.de. Öffnungszeiten: Di- So 10-18 Uhr, jeden ersten Donnerstag im Monat 10-22 Uhr. Anfahrt: KVB-Bahn: Linien 5, 16, 18: Dom/Hbf