Stadtmuseum erinnert an die Malerin Olga Oppenheimer

„Olga Oppenheimer. Zum 140. Geburtstag einer verdrängten Künstlerin“: Mit dieser Installation erinnert das Stadtmuseum an die Malerin.
Im Foyer des Kölnischen Stadtmuseums, dem „Open space“, wird der Malerin Olga Oppenheimer gedacht. Anlass ist der 140. Geburtstag der Künstlerin, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein führendes Mitglied des rheinischen Expressionismus war. Eine Künstlerin, die heute aber – zu Unrecht – nur noch wenigen bekannt ist.
Olga Oppenheimer (1886-1941) entschied sich für den Weg in die Kunst, als dies für Frauen gesellschaftlich alles andere als akzeptiert war. Hier half ihr das jüdische Elternhaus. Sie rief den „Gereonsclubs“ ins Leben und schuf so in Köln eine Plattform für Künstler wie Franz Marc, Vincent van Gogh oder Wassily Kandinsky. Mit August Macke gründete sie die „Kölner Sezession“, ein Zusammenschluss avantgardistischer Künstlerinnen und Künstler. Von ihren eigenen Werken, damals in bedeutenden internationalen Ausstellungen zu sehen, sind nur wenige erhalten. Einige sind hier als Reproduktion zu sehen.
Der Erste Weltkrieg, persönliche Verluste und eine psychische Erkrankungen führen zu einem abrupten Ende ihrer künstlerischen Tätigkeit. 1918 weist ihre Familie sie in eine psychiatrische Klinik ein, 1941 wird sie Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen und ermordet.
Zum 140. Geburtstag ist im emons-Verlag auch eine Biografie von Hanka Meyer mit dem Titel „Der Künstlerinnen-Klub“ erschienen. Besprechung in Arbeit.
Die überfällige Würdigung im Kölnischen Stadtmuseum ist noch bis zum 13. September zu sehen – Eintritt frei. Minoritenstr. 13, Tel. 0221 / 221 22 398. Di-So 10-17 Uhr, erster Donnerstag im Monat: 10-22 Uhr. Anreise: KVB-Bahn Linie 3, 4, 5, 16,18, Appellhofplatz und Dom Hbf, KVB-Bus Linie 171, Offenbachplatz