Anschlag auf NS-Dokumentationszentrum

Oktober 16, 2026 Köln

 

Das NS-Dokumentationszentrum bleibt nach einem Buttersäure-Anschlag an diesem Wochenende geschlossen.

In der Nacht zum 16. Oktober verübten Unbekannte einen Angriff mit Buttersäure auf das NS-Dokumentationszentrum. An allen drei Eingängen wurden Stufen, Scharniere, Türgriffe und -schlösser verschmiert. Die Geruchsbelästigung ist beträchtlich. Die Vorgehensweise des oder der Täter legt nahe, dass man sich offensichtlich gut auskennt. Das Haus wurde für das ganze Wochenende geschlossen.

Am Abend davor hatte der Förderverein des EL-DE-Hauses dort die gut besuchte Veranstaltung „Was folgt aus der AfD-Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln?“.

Zum Anschlag veröffentlichte er jetzt eine Erklärung, in der es unter anderem heißt: „Der Anschlag richtet sich gegen die Arbeit des NS-Dok, gegen das Gedenken an den Terror der NS-Zeit , das Gedenken an die Leiden der Opfer und gegen die Aufklärungsarbeit zu Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus hier und heute. Als Förderverein stehen wir solidarisch an der Seite des NS-Dok und seiner Beschäftigten. Wir hoffen sehr, dass die Verursacher gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden.“

Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.

Im Februar dieses Jahres hatte das Verwaltungsgericht Köln einen Eilantrag der AfD gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz abgelehnt, der auf die Unterlassung der Einstufung und Bekanntgabe als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ gerichtet war.